Beteiligungsregeln

Teilnahme

Die Möglichkeiten einer Teilnahme am europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation - Horizont 2020 - sind in den sogenannten  Beteiligungsregeln (rules for participation) festgeschrieben. Hier finden sich neben den Beteiligungsmöglichkeiten die Regeln für die Nutzung und Verbreitung von Forschungsergebnissen. Sie sind außerdem die Grundlage für Zuwendungsvereinbarungen zwischen der Kommission und dem Projektkonsortium.

Wer kann teilnehmen?

An Horizont 2020 können sich alle Rechtspersonen eines EU-Mitgliedstaats, eines assoziierten Staats oder eines Drittlands beteiligen. Bei den Rechtspersonen kann es sich um natürliche Personen oder juristische Personen (d. h. privatrechtlich oder öffentlich-rechtliche Einrichtungen) handeln. Vertragspartner der Europäischen Kommission bei Vorhaben in Horizont 2020 wird in der Regel die antragstellende Einrichtung (z. B. Universität, Hochschule, Forschungsinstitut oder Unternehmen)

Grundsätzlich müssen an einem Forschungsprojekt mindestens drei voneinander unabhängige Einrichtungen aus jeweils drei unterschiedlichen EU-Mitglied- oder assoziierten Staaten beteiligt sein. Zusätzliche Anforderungen an die Teilnahme sind im jeweiligen Arbeitsprogramm verankert.

Wer kann gefördert werden?

Förderfähig sind natürliche und juristische Rechtspersonen aus allen EU-Mitgliedsstaaten sowie die dem Rahmenprogramm assoziierten Staaten. Darüber hinaus werden Partner aus den Entwicklungsländern und den Länder der Erweiterungs- und Nachbarschaftspolitik finanziell gefördert. Forschende aus den Industrie- und Schwellenländern können prinzipiell in Horizont 2020 teilnehmen, erhalten aber in der Regel keine finanzielle Förderung.

Teilnahme außerhalb von Kooperationsprojekten

Es gibt Bereiche in Horizont 2020, bei denen auch Einzelpartner einen Antrag auf Förderung stellen können. Dies ist der Fall bei im Bereich der Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (Coordination and Support Activities, CSA-Maßnahmen) oder des Instruments zur Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU), sofern ein europäischer Mehrwert gegeben ist.

Für Nanotechnologien relevanten Förderformen und Instrumente

Die im FET und NMBP-Arbeitsprogramm ausgeschriebenen Themen sind Verbundprojekte in Form von Forschungs- und Innovationsmaßnahmen (RIA, IA) oder Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen (CSA).

Öffentlich-private Partnerschaften

Öffentlich-private Partnerschaften (PPP) zielen auf eine stärkere Einbindung der Industrie und eine bessere Verzahnung von nationalen und regionalen Aktivitäten ab. Für den NMBP-Bereich relevant sind die PPPs Energy-Efficient Buildings (EeB), Factories oft he Future (FoF) und Sustainable Process Industries for Resource Efficiency (SPIRE). Innerhalb der PPPs werden die zu fördernden Themen identifiziert, die ebenfalls im NMBP-Arbeitsprogramm als RIA, IA oder CSA ausgeschrieben und über den gleichen formalen Weg beantragt und durchgeführt werden.

KMU-Maßnahmen

In Horizont 2020 gibt es eine gezielte Förderung von Kleinen und Mittleren Unternehmen (KMU) geben, in deren Rahmen auch Einzelunternehmen gefördert werden können, wenn ein nachweislicher europäischer Mehrwert besteht. Die Unterstützung ist in drei Phasen entlang der gesamten Innovationskette möglich – von Machbarkeitsstudien über Forschung und Demonstration bis hin zu Finanzhilfen für die Markteinführung.